Heimtiernahrung

Video - So wird Hunde- und Katzenfutter produziert

Dieses animierte Video zeigt die Art und Weise der Herstellung von Heimtiernahrung durch die Mitglieder der ÖHTV

Fakten zur Heimtiernahrung

Inhaltsstoffe

Durch die abgestimmte Zusammenstellung verschiedener Inhaltsstoffe wie Fleisch und tierische Nebenprodukte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Getreide, Gemüse, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente werden die Ernährungsbedürfnisse der Heimtiere bestmöglich gedeckt. Zielsetzung jedes Produktes ist die artgerechte und ausgewogene Ernährung aller Heimtiere. Die Mitglieder der öhtv halten sich nicht nur an die Futtermittelgesetzgebung, sondern auch an die „Nutritional Guidelines“ der FEDIAF, die zusammen mit führenden Veterinärexperten aus ganz Europa entwickelt wurden und permanent überprüft und angepasst werden.

Die in Heimtierfutter verarbeiteten tierischen Rohstoffe, stammen AUSSCHLIESSLICH von gesunden Tieren, die für den menschlichen Verzehr geschlachtet worden sind.
Der Begriff „Tierische Nebenerzeugnisse“ sollte dabei nicht abwertend interpretiert werden. Es sind Schlachtnebenerzeugnisse von für die menschliche Ernährung freigegebenen Tieren, die aufgrund der Essensgewohnheiten von uns Menschen nicht auf unserem Tisch landen. Für die Ernährung von Hund und Katze stellen sie jedoch hervorragend geeignete Rohstoffe dar, wie z.B. Lungen, Nieren, Leber.

Kennzeichnung

Die gesetzlichen Vorschriften zur Kennzeichnung und Deklaration von Heimtierfuttermitteln sind in der Futtermittelverordnung geregelt und sehr umfassend. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitglieder der öhtv den Regelungen der „Fediaf Good Labelling Practice“, einer Richtlinie zur guten Kennzeichnungspraxis.

Gesetzgebung und Kontrolle

Die Herstellung sowie das Inverkehrbringen von Futtermitteln unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen, insbesondere der Futtermittelverordnung VO 767/2009.

Der Vollzug der Gesetze obliegt in Österreich dem Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES). Diese kontrolliert am Markt angebotene Produkte und in regelmäßigen Abständen die Futtermittelunternehmen in Österreich.

Am Markt gibt es ein vielfältiges Angebot an nahrhafter Fertignahrung für Hunde und Katzen. Dieses reicht von Nass- und Trockennahrung über Snacks und Leckerlis bis hin zu Rohkost für eine Vielzahl von Tierarten.

Alle jene Hersteller, die Mitglieder der FEDIAF, dem europäischen Verband der Heimtiernahrungsindustrie sind, halten sich über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus an strenge Vorgaben, um eine hohe Qualität der produzierten Heimtiernahrung zu gewährleisten.

Die von der FEDIAF unter dem Titel „Nutritional Guidelines“ vorgegeben Ernährungsrichtlinien beschreiben detailliert die individuellen Ernährungsbedürfnisse unterschiedlicher Tierarten unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebensphasen. Unabhängige Experten in ganz Europa prüfen regelmäßig diese Richtlinien, sodass die Hersteller von Komplettfutter, auch bezeichnet als Alleinfutter, klare Vorgaben für ihre Produkte erhalten. Unabhängige Experten in ganz Europa prüfen regelmäßig diese Richtlinien, sodass die Hersteller von Komplettfutter, auch bezeichnet als Alleinfutter, klare Vorgaben für ihre Produkte erhalten.

Ernährungsbedürfnisse
Lange Zeit war es üblich, dass Hunde oder Katzen aus Tischabfällen gefüttert wurden oder ein Leckerli vom Tisch bekamen. Dies ist nicht nur teilweise lebensgefährlich, zum Beispiel, wenn ein Hund oder eine Katze rohes Schweinefleisch bekommen, sondern hat auch langfristige Gesundheitsschädigungen zur Folge. Dies können unter anderem Fettleibigkeit, Leberfunktionsstörungen oder eine Niereninsuffizienz sein und so die Lebensdauer des Tieres verkürzen.

Die Hersteller von Heimtierfutter erstellen eine Mischung aus Zutaten wie Fleisch, Fisch, Getreide, Gemüse, Vitaminen und Mineralien, um den Nährstoffbedarf von Heimtieren zu decken und so eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Auch spielt für den Nährstoffbedarf die individuelle Lebensphase eine wichtige Rolle, da ein Welpe eine andere Ernährung benötigt als ein alternder Hund.

Das zunehmende Wissen über die Ernährung von Heimtieren und die Fortschritte in der Lebensmitteltechnologie haben die Branche im Laufe der Jahre verändert.

Es wurde erkannt, dass Heimtiere aufgrund der Ausgewogenheit von industriell hergestelltem Alleinfutter länger und gesünder leben können. Heute bietet die Industrie eine Reihe von Heimtiernahrungen an, die an die Bedürfnisse der verschiedenen Arten von Heimtieren angepasst sind.

Zwei Beispiele für den unterschiedlichen Nährstoffbedarf von Heimtieren:

Hunde benötigen ein ausgewogenes Verhältnis von Kalzium und Phosphor sowie ausreichend Vitamin D für starke Knochen und gesunde Zähne. Für aktive und große Hunde sind Fette und Öle eine wichtige Energiequelle. Außerdem wird Eiweiß zum Erhalt der Körpermuskulatur benötigt.

Spezielle Anforderungen zur Ernährung von älteren Hunden werden in einer eigens formulieren FEDIAF-Ernährungsempfehlung „Nutrition Senior Dogs“ erläutert.

Katzen haben einen beinahe doppelt so hohen Proteinbedarf als Hunde. Weiterhin benötigen Katzen z. b. eine genau abgestimmte Menge an Vitamin A, da zu viel davon (zum Beispiel aus Leber) schädlich wirken kann. Ein falsches Gleichgewicht von essenziellen Fettsäuren nimmt dem Fell einer Katze den Glanz. Zur Vorbeugung von Augen- und Herzerkrankungen benötigt eine Katze die vitaminähnliche Substanz Taurin.

Die Zutaten für Heimtiernahrung

Das stetig wachsende Wissen über die Ernährung von Haustieren sowie die Entwicklungen in der Lebensmitteltechnologie haben die Tiernahrungsindustrie im Laufe der Jahre nachhaltig verändert. Es ist heute in der Tierärzteschaft weithin anerkannt, dass Haustiere aufgrund einer verbesserten Ernährung  und Diagnostik von Erkrankungen länger und gesünder leben.

Merkmale einer zufriedenstellenden Tiernahrung:

  • Vollständig – liefert ausreichende Mengen aller erforderlichen Nährstoffe.
  • Ausgewogen – die Nährstoffe sind in den richtigen Proportionen vorhanden.
  • Verdaulich – Ihr Haustier kann das Futter verdauen und die Nährstoffe aufnehmen.
  • Schmackhaft – guter Geruch und Geschmack.
  • Sicher – frei von allem, was einem Haustier schaden könnte.

Fleisch und tierische Produkte

Fleisch ist im Allgemeinen eine gute Quelle für Proteine, essentielle Fettsäuren, Eisen und einige Vitamine der B-Gruppe. Sie erhöhen auch die Schmackhaftigkeit eines Produkts und sind gut verdaulich.

Die FEDIAF-Mitglieder verwenden Nebenprodukte der menschlichen Lebensmittelindustrie, die von Tieren stammen, die unter tierärztlicher Aufsicht geschlachtet wurden. Diese Zutaten erfüllen die sehr hohen Sicherheits- und Qualitätskriterien, die in den Vorschriften festgelegt sind. Von den Mitgliedern werden nur Komponenten von Tierarten, die in der menschlichen Nahrungskette allgemein akzeptiert sind, verwendet. Entsprechend verwenden sie Rind, Lamm, Geflügel, Schwein, Fisch, Kaninchen und Wild.

Fisch

Fisch ist eine gute Quelle für hochwertiges Protein. Fischmuskel enthält Jod. Da Gräten bei der Zubereitung des Fisches häufig zerkleinert werden, ist er auch eine gute Quelle für Kalzium und Phosphor. Öliger Fisch enthält Vitamin A & D und Omega 3. Fisch wird üblicherweise in zwei Gruppen eingeteilt:
Weißfisch: Schellfisch, Scholle, Kabeljau, Wittling und Seezunge
öliger Fisch: Hering, Sardinen, Makrele, Sardinen, Thunfisch, Lachs und Forelle.
Wenn Sie mehr über den spezifischen Fisch erfahren möchten, der in einem bestimmten Tierfutter verwendet wird, wenden Sie sich bitte an den Hersteller.

Milchprodukte und Eier

Eier und Milchprodukte liefern hochwertiges und verdauliches Protein. In Molkereiprodukten befindet sich außerdem Kalzium und eine Reihe von Vitaminen. Beispiele für Molkereiprodukte, die in Heimtiernahrung verwendet werden, sind Käse und Milchprodukte.

Gemüse

Gemüse ist eine gute Quelle für Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Sojabohnen werden häufig als Protein- und Energielieferant, Omega 6, B-Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe verwendet.

Getreide und Getreidenebenprodukte

Getreide liefert eine wichtige Energiequelle, einen Teil des Proteins und andere Nährstoffe wie Thiamin und Niacin. Obwohl Katzen keinen absoluten Bedarf an Kohlenhydraten haben, stellen sie eine hervorragende Energiequelle in einer leicht verdaulichen Form dar. Gute Kohlenhydratquellen in der Tiernahrung basieren auf Getreide wie Mais, Reis, Weizen, Gerste oder Hirse. Bestimmte Ballaststoffe aus mäßig fermentierbaren Fasern wie Rübenschnitzel oder Reiskleie, können sich zusätzlich positiv auf die Gesundheit des Verdauungstraktes auswirken.

Fette und Öle

Öle und Fette dienen der Versorgung mit Energie und essentiellen Fettsäuren. Sie können aus pflanzlichen oder tierischen Quellen stammen und sind wichtig für eine optimale Gesundheit, einschließlich einer guten Nierenfunktion, für die Fortpflanzung sowie ein glänzendes Fell. Es gibt zwei verschiedene Arten von essentiellen Fettsäuren (EFAs): Omega 3 und Omega 6. Einige Fette sind auch eine Quelle für die Vitamine A, D, E und K.

Natrium und Chlorid

Natrium ist ein essentieller Nährstoff und zusammen mit Chlorid wichtig für den Flüssigkeitshaushalt im Körper. Gute Natriumquellen in der Tiernahrung sind Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier. Natrium kann auch in Form von Kochsalz in zubereiteter Heimtiernahrung enthalten sein, um den Geschmack zu verbessern. Dies wird manchmal auf der Zutatenliste als Salz aufgeführt. Dazu sei angemerkt, dass der National Research Council, eine private amerikanische Non-Profit Organisation, die Richtlinien zum Natriumgehalt für Hunde und Katzen festlegt. Obwohl der Natriumgehalt in menschlicher Nahrung aufgrund des Risikos von Bluthochdruck ein Problem für die menschliche Gesundheit darstellen kann, ist der Natriumgehalt in Fertignahrung für Heimtiere bei gesunden erwachsenen Hunden und Katzen kein Grund zur Sorge. Die Physiologie eines Heimtieres unterscheidet sich deutlich von dem eines Menschen. Gesunde Hunde und Katzen sind in der Lage, Nahrung mit einem höheren Natriumgehalt zu sich zu nehmen, als er in den meisten Fertignahrungen für Heimtiere enthalten ist, ohne dass es zu negativen Auswirkungen wie erhöhtem Blutdruck oder Zunahme des Körperwassers kommt. Bei Haustieren mit Herz- oder Nierenkrankheiten empfiehlt sich eine salzreduzierte Ernährung. In Falle einer solchen Erkrankung sollten Sie mit einem Tierarzt sprechen und sich entsprechende Ernährungslösungen empfehlen lassen.

Verschiedene Zucker

Der Begriff „verschiedene Zucker“ ist eine Kategoriebeschreibung, die sich auf Saccharose (Rohrzucker, gemeinhin als Haushaltszucker bekannt), Fruktose und Glukose beziehen kann. Hierbei handelt es sich um natürliche Produkte, die in Obst, Gemüse und Getreide vorkommen.
Tiernahrungshersteller können geringe Mengen an Zucker hinzufügen, um den Kochprozess zu unterstützen. Wenn Zucker zusammen mit Fleisch gekocht wird, führt dies zu einer Bräunung des Fleisches und der Produktion von natürlichem Zucker, was eine angenehme Farbe ergibt und die Schmackhaftigkeit erhöht. Wenn zusätzlich zu dem natürlich vorkommenden Zucker in den Zutaten Zucker enthalten ist, wird der Gehalt sorgfältig kontrolliert, um eine ausgewogene Ernährung und Schmackhaftigkeit zu gewährleisten.

Vitamine und Mineralstoffe als Ergänzung

Eine zusätzliche Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen kann erfolgen, um sicherzustellen, dass die Haustiere den erforderlichen täglichen Bedarf erhalten.

Zusatzstoffe

Zu den Zusatzstoffen, die in Heimtierfuttermitteln verwendet werden können, gehören Vitamine, Aromen, Konservierungsmittel, Antioxidantien und Farbstoffe. Die meisten der in Tiernahrung verwendeten Zusatzstoffe werden auch in unseren Lebensmitteln verwendet. Mitglieder der FEDIAF verwenden nur gesetzlich zugelassene Zusatzstoffe und diese nur in möglichst geringen Mengen.

Konservierungsmittel können künstlicher oder natürlicher Art sein und erhöhen genau wie in unseren Lebensmitteln, die Haltbarkeit der Nahrungsmittel. Dosenfutter für Haustiere ist durch die luftdichte Lagerung in der Dose vor dem schnellen Verderben geschützt. Trockenfutter hingegen muss auch bei modernen Verpackungen Konservierungsstoffe enthalten, um die Qualität und Sicherheit des Futters zu erhalten.

Natürliche Konservierungsstoffe, Tocopherole (Vitamin E) und Ascorbinsäure (Vitamin C), werden am häufigsten in Tiernahrung verwendet.

Antioxidantien: Natürliche Antioxidantien spielen eine wesentliche Rolle für das Immunsystem und damit für die Gesundheit von Haustieren. Einige Hersteller fügen der Tiernahrung Antioxidantien wie die Vitamine C und E sowie Selen zu, um die Tiergesundheit zu unterstützen und freie Radikale zu neutralisieren.

Jeder Tierhalter, der sich für weitere Informationen über die Inhaltsstoffe eines bestimmten Tiernahrungsprodukts interessiert, sollte einen Blick auf das Etikett der Verpackung werfen. Dort sind die vorhandenen Zusatzstoffe angegeben. Bei weiteren Fragen, können Sie sich auch direkt mit dem Unternehmen in Verbindung setzen und über den Namen und die Kontaktdaten auf der Verpackung erfragen, welche Zusatzstoffe es enthält.

Die Produktion von Heimtiernahrung

Die Tiernahrungsindustrie ist aufgrund ihres ernährungswissenschaftlichen Fachwissens in der Lage maßgeschneiderte Tiernahrungsrezepturen zu entwickeln, die den Ernährungsbedürfnissen von Haustieren entsprechen.

In den Forschungs- und Entwicklungszentren untersuchen Hersteller, Ernährungswissenschaftler, Biochemiker, Mikrobiologen und Tierärzte die Tierernährung. Sie messen auch den Nährwert, die Schmackhaftigkeit und die Verdaulichkeit, der in der Rezeptur verwendeten und der Produktion zugrunde liegenden Ausgangsstoffe und Zutaten. Um die Hersteller zu unterstützen, hat die FEDIAF Ernährungsrichtlinien für Katzen und Hunde erstellt, die auf den neuesten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Zusammensetzung der Futtermittelzutaten

Um das richtige Gleichgewicht der Nährstoffe zu erreichen, mischen die Hersteller von Heimtierfutter Zutaten wie Fleisch, Fisch, Getreide und Gemüse zusammen. Die Industrie kann Fleischnebenprodukte, Geflügelteile oder Reste aus der Fischfiletierung verwenden, die mit pflanzlichen Materialien (Getreide, Hülsenfrüchte) gemischt werden. Materialien tierischen Ursprungs stammen aus Schlachthöfen und von Tieren, die von den amtlichen Veterinärmedizinern für den menschlichen Verzehr als geeignet befunden wurden.

Voraussetzung sind neben dem Nährwert die gewünschten bakteriologischen Eigenschaften der Futtermittelzutaten. Alle Heimtierfutterbetriebe, die Rohstoffe tierischen Ursprungs verwenden, stehen unter der Kontrolle der Veterinärbehörden. Die Hersteller müssen Analysen aller Futtermittelzutaten durchführen, sobald sie in ihre Betriebe gelangen.

Verarbeitung

Die Industrie hat eine „Qualitätsstrategie“ entwickelt, die weit vor der Produktionsphase beginnt und beim Verbraucher endet.

Zu Beginn des Zyklus müssen die Lieferanten von Getreide, Fleisch oder Fisch vom Hersteller zugelassen werden. Die Auswahl erfolgt auf der Grundlage von Spezifikationen, bei denen die bakteriologischen Eigenschaften des Produkts sowie Frische, Nährwert und Verdaulichkeit im Vordergrund stehen. Qualitätskontrolleure am Produktionsstandort prüfen dann, ob die Materialien den Spezifikationen entsprechen. Sie messen den Proteingehalt und den Fettanteil. Anschließend werden die Lebensmittel in den Herstellungsprozess eingebracht. Dieser steht unter ständiger Kontrolle. Vollautomatische Produktionslinien in den Fabriken sorgen für optimale Präzision bei der Dosierung der Zutaten, verhindern das Risiko menschlicher Fehler und vermeiden jeglichen physischen Kontakt der Mitarbeiter mit den Materialien und Lebensmitteln.

Die Industrie geht noch einen Schritt weiter, als es die offiziellen Veterinärkontrollen vorschreiben. So haben die Hersteller ihre eigenen Kontrollsysteme eingeführt, bei denen stündlich Proben in der Produktionslinie genommen und analysiert werden. Der Lieferant der Verpackungen ist für deren Qualität verantwortlich. Er liefert Dosen, Beutel, Schalen, Kartons und Papiertüten, die der Spezifikation des Herstellers entsprechen müssen.

Auch wenn die Rolle des Herstellers theoretisch mit der Auslieferung seiner fertigen Produkte endet, betreiben die Mitglieder auch eine Informationspolitik gegenüber Händlern und Verbrauchern. Dabei geht es unter anderem um die Lagerbedingungen und die Umsetzung von Hygienestandards, die die Unbedenklichkeit des Produkts garantieren. Außerdem werden auf der Verpackung Hinweise zum Gebrauch und zur Lagerung des Produkts gegeben.

Produktionstechniken für Konservenfutter

Nach dem Auftauen werden die Fleischprodukte grob zerkleinert und in Silos gelagert. Sie dürfen dort nicht länger als eine halbe Stunde bleiben. Sobald sie dann in die Produktionskette gelangen, werden die für die Rezeptur benötigten Zutaten dosiert und gemahlen. Eine Endlosschnecke sammelt und wiegt die Komponenten entsprechend den Vorgaben.

Die entstandene Masse wird dann zu den dünnen Vorschneidern und Mischern geschickt. In diesem Stadium werden je nach Bedarf Mineralstoffe, Zerealien und Vitamine hinzugefügt, um eine ausgewogene Ernährung für die Katze oder den Hund zu gewährleisten.

Das Produkt wird dann in Dosen, Schalen oder Beutel verpackt und anschließend unter Verwendung von Verfahren aus der Lebensmittelindustrie sterilisiert.

Produktionstechniken für Trockenfutter

Die für eine bestimmte Rezeptur erforderlichen Zutaten werden zunächst abgemessen, gemahlen und gemischt.

Die Herstellung erfolgt durch eine spezielle Technologie, die als Kochextrusion bezeichnet wird. Dabei wird die Mischung aus tierischen und pflanzlichen Materialien 12 Sekunden lang der kombinierten Wirkung von Druck und Temperatur ausgesetzt. Dieser Prozess macht das Produkt hochverdaulich, da er das vollständige Kochen der Stärke gewährleistet.

Trockene Lebensmittel können anschließend mit Fett besprüht werden, um ihre Zusammensetzung zu vervollständigen und die Schmackhaftigkeit zu erhöhen.

Geschichte der Tierfutterherstellung

Zubereitete Heimtiernahrung ist heute in den meisten Ländern der Welt erhältlich und kann an vielen Orten wie in Zoofachgeschäften, Tierarztpraxen oder -kliniken, Lebensmittelgeschäften, Großhandelsgeschäften und bei Online-Händlern erworben werden.

Heimtiernahrung wird heute als ein wichtiger Bestandteil in der Kategorie der schnell umschlagbaren Konsumgüter angesehen. Sie wird in der Regel in Ländern angeboten, in denen es eine wirtschaftlich attraktive Nachfrage gibt. Die Standorte der Fabriken befinden sich meist dort, wo geeignete Zutaten wie Fleisch, Fisch und Getreide verfügbar sind.

Die Domestizierung von Hunden begann vor über 15.000 Jahren, und im Vergleich dazu ist die Geschichte der Herstellung von Tiernahrung relativ kurz. Erste Berichte über speziell hergestellte „Hundekekse“ stammen aus dem Jahr 1860. Seit dieser Zeit hat sich die Branche zu einem enorm vielfältigen Geschäftsfeld entwickelt, das viele verschiedene Produktformen für die Bedürfnisse unterschiedlicher Lebensphasen und Lebensstile der Haustiere anbietet. Heute kann Tiernahrung auch eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Ernährung während der Behandlung von Krankheiten und für die Genesung spielen.

Ein zufälliges Ereignis an einem englischen Kai Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte das Leben von Haustieren auf der ganzen Welt. Es folgten mehr als 100 Jahre des ständigen Fortschritts der Tiernahrungsindustrie und eine andauernde Verbesserung der Produkte im Sinne des Tierwohls.

Der Begründer der Heimtiernahrung

Die Haustiere von heute verdanken dem Elektriker und Blitzableiterverkäufer James Spratt, dass es spezielle Nahrungsmittel für Hunde und Katzen gibt. Auf einer Geschäftsreise nach Großbritannien im Jahr 1860, sah er bei seiner Ankunft an den Docks von Liverpool, wie Hunde rund um den Hafen nach weggeworfenen Schiffskeksen stöberten. Dies war der Moment, in dem Spratt den Bedarf an speziell zubereiteter Nahrung für Tiere erkannte. Er wandte sich der Produktion von Hundekeksen zu.
Zu der Zeit gab es noch keine Essteller und stattdessen wurde beim Essen eine große Scheibe Brot als Unterlage verwendet. Nach dem Essen wurde diese Brotunterlage mit den Essensresten und Knochen den Hunden vorgeworfen. Dies bestätigte Spratt in seiner Idee, spezielle Tiernahrung zu entwickeln und anzubieten. Sein erstes spezielles Hundefutter bestand aus einer Mischung aus Weizenmehl, Gemüse, Rote Beete und Rinderblut. Nachdem dieses Produkt in England zu einem Erfolg geraten war, kehrte Spratt in seine Heimat zurück und führte es in den 1870-er Jahren bei wohlhabenden amerikanischen Hundebesitzern ein.
So legte Spratt den Grundstein für die Industrie der Fertigtiernahrung. Im Laufe der folgenden Jahre, als sich die Lebensmittelwissenschaft, die Lebensmittelsicherheitstechnologie und das Verständnis für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Haustieren weiterentwickelten, führten die Hersteller von Tiernahrung weitere Formen ein, um die Bedürfnisse von Haustieren und ihren Besitzern zu erfüllen. Zu diesen Formen gehörte in den 20-er Jahren „Nassfutter“ in Dosen, das zunächst vorrangig aus Pferdefleisch bestand. Aufgrund der fortschreitenden Verbreitung von Automobilen wurden Pferde zunehmend überflüssig. Später kam als Verpackung Becher und Beutel hinzu, da Blech für die Dosen während des zweiten Weltkrieges zur Mangelware wurde. Weitere Entwicklungen stellen extrudierte Trockennahrung, halb feuchte Produkte und spezielle „Leckerlies“, die als Snack zur Belohnung oder für zwischendurch entwickelt wurden, dar. Unabhängig von der Form arbeiten die Hersteller von Tiernahrung fortschreitend daran, die Qualität, Sicherheit und ernährungsphysiologische Vollständigkeit jedes Tiernahrungsprodukts sicherzustellen.

Heutzutage entscheidet sich die Mehrheit der Hunde- und Katzenbesitzer auf der ganzen Welt aufgrund der Vollständigkeit der Nährstoffe, der Bequemlichkeit, der Vielfalt, der Erschwinglichkeit und des guten Geschmacks für zubereitete Heimtiernahrung.